Marathonmann | Post-Hardcore

Mit Freuden dürfen wir euch heute unseren Headliner präsentieren:

Es gibt nichts Schlimmeres als Bands, die auf ihrem Weg das “Warum” verlieren. Alles wird irgendwann zur Routine, selbst ein künstlerischer Schaffensprozess. Es ist nicht einfach, sich als Band mit jedem Album neu zu erfinden, und so verfallen viele Bands in einen Trott der Reproduktion und gehen lieber auf Nummer sicher, um die ihnen entgegengebrachten Erwartungen zu erfüllen – aber niemals zu übertreffen.
Bei MARATHONMANN verhält es sich anders. Mit jedem weiteren Jahr werden sie hungriger, neugieriger und zugleich unbeschwerter.

MARATHONMANN gönnen sich die Freiheit, genau das zu tun, was ihnen vorschwebt und fühlen sich pudelwohl in ihrer Haut. Das schließt u.a. auch einen relativ unerwarteten Gast ein: Zum emotionalen “Du lässt die Farben gehen“ steuerte Andreas Dörner von Caliban einige Vocals hinzu. Müsste man “Mein Leben gehört Dir” mit einem Wort beschreiben, so wäre es: Angekommen.
Neben der Musik sind MARATHONMANN von Anfang an eine Band, welche die Herzen ihrer Hörer durch ihre Texte berührt. Die Geschichten, die ihre Songs erzählen, sind ebenso nah und authentisch wie ihre Musik. “Mein Leben gehört Dir” handelt von Zweifel und Selbstaufgabe, vom aussichtslosen Kampf gegen die Mächte des Wahnsinns und die Rückbesinnung auf ein längst verlorenes, unbeschwertes Leben, welches die eigenen Veröffentlichung Wünsche und Träume in den Fokus rückt, anstatt sich dem permanenten Druck des Fremddiktats zu beugen. Dabei kann man den fordernden Albumtitel auf zwei Arten verstehen: Einerseits als das Leben, welches uns täglich aufs Neue aus den Händen gerissen wird, bis wir nichts mehr haben, woran wir uns festhalten können. Auf der anderen Seite jedoch auch die Möglichkeit der freiwilligen Selbstaufgabe für das Schöne, das Gute und das Wahre.

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